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Innere Stadt (1010)

Beleuchtung Schottenring

Mehr Sicherheitsgefühl durch das Projekt „Licht“ im Bereich der U-Bahn Station Schottenring.

Problemstellung

Der Bereich um die U-Bahn Station Schottenring (U2/U4) galt als Drogenverkaufsort, was zu einem negativen Sicherheitsgefühl und Abwertung der Wohngegend führte.

Maßnahmen

  • Einberufung eines Sicherheitsforums um Lösungsmaßnahmen zu finden
  • Vorschlag einer Sicherheitspartnerin bewegungsgesteuerte LED-Lampen zu montieren, da jene an einem anderen Ort bereits gute Ergebnisse erzielt haben, Drogenhandel, Drogenkonsum sowie Sachbeschädigungen an besagten Ort zu unterbinden.
  • Vorstellung des Vorschlags LED-Lampen zu montieren bei 23 verschiedenen Hausverwaltungen für 37 infrage kommende Objekte durch den Grätzlpolizisten

Ergebnisse

Das Projekt bekam positive Resonanz und wird derzeit in Eigenregie der Hausverwaltungen durch eine in der Gegend ansässige Elektrofirma umgesetzt. Zudem wird die Straßenbeleuchtung im Bereich der U-Bahn Station Schottenring auf LED Technologie umgerüstet, wofür die MA 33 zuständig ist. Das Sicherheitsforum hat das gesetzte Ziel erreicht.


Mariahilf (1060)

Sicherheitsforum am Westbahnhof

Durch regelmäßigen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Landespolizeidirektion Wien, der ÖBB und ihren Tochterorganisationen, den Wiener Linien, der Stadt Wien, des Immobiliendienstleisters ECE, der Wiener Wirtschaftskammer sowie den Institutionen am Westbahnhof kann das subjektive Sicherheitsgefühl im hochfrequentierten Einkaufszentrum am Wiener Westbahnhof gesteigert werden.

Problemstellung

Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Personengruppen führte in der Vergangenheit mehrmals zu Streitigkeiten und teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere zwischen Jugendlichen. Im Sommer 2015 war der Westbahnhof eine der ersten Anlaufstellen für Asylwerberinnen und Asylwerber. Die Polizei reagierte mit höherer Präsenz und arbeitete gemeinsam mit den Transportunternehmen an erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. Trotz objektiver Beruhigung der Situation verschlechterte sich seither das Sicherheitsgefühl der Passantinnen und Passanten am Westbahnhof.

Maßnahmen

  • Einberufung eines Sicherheitsforums mit regelmäßigen Treffen zwischen allen Beteiligten
  • Vermehrter Einsatz von Sozialarbeitern & Aufklärungsarbeit
  • Zusammenarbeit zwischen Polizei und ÖBB-Security
  • Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit aggressiven Personen
  • Umgestaltung des Vorplatzes zur Vermeidung von Ansammlungen von großen Gruppen
  • Maßnahmen im Bereich Sauberkeit und Beleuchtung, um den Gesamteindruck des Gebäudes positiv zu verändern
  • Konkrete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei der Polizei

Ergebnisse

Bei der regelmäßigen Analyse der Situation am Westbahnhof durch das Sicherheitsforum werden Sicherheitsmaßnahmen und geplante Veränderungen mit allen Beteiligten - Vertreterinnen und Vertretern der Landespolizeidirektion Wien, der ÖBB und ihren Tochterorganisationen, den Wiener Linien, der Stadt Wien, des Immobiliendienstleisters ECE, der Wiener Wirtschaftskammer sowie den Institutionen am Westbahnhof - besprochen. Das Sicherheitsforum brachte durch die gemeinsam initiierten Maßnahmen eine Verbesserung der Situation und eine Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls.


Alsergrund (1090)

Sicherer Schulweg

Ein Sicherheitsbeauftragter wurde bei einer Veranstaltung auf eine mögliche Gefahrenquelle für Schulkinder aufmerksam gemacht.

Schulweg Alsergrund

Foto: Daniel Zipfl / LPD Wien

Problemstellung

Aufgrund eines zu groß gewachsenen Strauches auf einem Schulweg am Alsergrund bestünde die Möglichkeit, dass es für Schulkinder zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen kommen könnte.

Maßnahmen

Kürzung des Strauches

Ergebnisse

Durch die Information einer besorgten Mutter an einen Sicherheitsbeauftragten konnte das Problem gleich vor Ort bestätigt werden. Nach Rücksprache mit der MA 33 wurde die Kürzung des Strauches vereinbart.


Donaustadt (1220)

Sicherheitsforum Seestadt Aspern

Vorgehen in Bezug auf das Thema Sachbeschädigung. Stichwort: Illegale Beschmierung von Wänden in der Seestadt Aspern.

Problemstellung

Immer wieder kommt es in der Seestadt Aspern zu widerrechtlichen Beschmierungen von Wänden durch Graffitikünstler- und Künstlerinnen.

Wiener Wand

Foto: Bezirksvorstehung Wien 1220

Maßnahmen

Im Zuge eines Sicherheitsforums zum Thema Sachbeschädigung in der Seestadt kam es zu der Idee sechs Betonsäulen bei der U-Bahn Station „Seestadt“ für Graffitikünstler- und Künstlerinnen offiziell freizugeben.

Ergebnisse

Im Bereich der der Janis Joplin Promenade (unter der U-Bahn Trasse) wurden sechs Säulen aus Beton der U-Bahn Station „Seestadt" im Rahmen des Projektes „Wiener Wand“ den Graffiti Künstlern zur freien Benutzung übergeben. Durch die offizielle Freigabe der Betonsäulen finden Graffitikünstler sowie Künstlerinnen Platz, ihrem Talent freien Lauf zu lassen ohne dabei in Konflikt mit dem Gesetz zu kommen. Durch das zur Verfügung stellen der Säulen können Graffitis dort entstehen, wo sie auch rechtmäßig gesprayt werden dürfen. Gleichzeitig soll auch ein Ort des Zusammenkommens für die Graffitiszene entstehen.

Sektorales Alkohol– und Betteleiverbot im Stadtzentrum

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel des Alkohol - und Betteleiverbots in der Innenstadt in Eisenstadt

Problemstellung

Häufig auftretende Bettelei an öffentlichen Plätzen, verstärkter Alkoholkonsum, Verunreinigungen und Lärmbelästigungen im Zentrum von Eisenstadt, wodurch sich Passanten, Geschäftsleute und Anrainer unsicher fühlten.

Maßnahmen

  • Befragung der unmittelbaren Anrainer über die Problemlage
  • Verstärkte Kontroll - und Streifentätigkeit
  • Intensive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Stakeholder (SP, SB, den Bediensteten der Magistratsabteilung und den anrainenden Geschäftsleuten).
  • Erarbeiten eines Aktionsplans von Gemeinde gemeinsam mit SB
  • Einrichten von Alkoholverbotszonen an öffentlichen Plätzen und dazugehörigen Hinweiszeichen

Ergebnis

Gemeinsam mit den Sicherheitspartnern der Stadt, den Sicherheitsbeauftragten, den Bediensteten der Magistratsabteilung und den anrainenden Geschäftsleuten konnte die Früherkennung größerer Ansammlungen von Bettlern und Obdachlosen erzielt werden. Noch vor der Entstehung einer Lage, die zu Beschwerden geführt hätte, konnten konkrete Maßnahmen und Kontrolltätigkeiten zur Zerstreuung und Verlagerung der Bettlerproblematik gesetzt werden. Des Weiteren konnten durch die gemeinsame Erarbeitung des Aktionsplans, mit Hinweisen zum Alkoholkonsumverbot, Alkoholmissbräuche an öffentlichen Plätzen verringert werden. Auch wenn diese Art der Maßnahmen nicht in den direkten Zuständigkeitsbereich der Polizeibeamten fällt, konnte durch die Bereitschaft der Zusammenarbeit eine gemeinsame Lösung gefunden und eine ortspolizeiliche Verordnung des sektoralen Alkohol- und Betteleiverbots auf Straßen und öffentlichen Plätzen der Innenstadt beschlossen werden.

Eisenstadt Stadtzentrum

Foto: SK Ernest Bogner / LPD Eisenstadt


Nächtliche Vandalismus-Akte

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel von Graffitizeichnungen in der Innenstadt Eisenstadt

Problemstellung

Im Probebezirk Eisenstadt kam es in der Vergangenheit vermehrt zu nächtlichen Vandalismus- Handlungen in Form von Graffitizeichnungen auf öffentlichen und privaten Gebäuden.

Maßnahmen

  • Verstärkte Kontroll- und Streifentätigkeit
  • Kontaktaufnahme des SB mit und Sensibilisierung von den ortsansässigen Tankstellen- und Baumarktmitarbeitern auf auffallend große Ankäufe von Spraydosen
  • Kontaktaufnahme mit und Sensibilisierung von Nachtlokalbesitzern, Taxifahrern, Lieferdiensten und Hundebesitzern, die früh morgens mit ihrem Hund rausgehen, bezüglich Vandalismus-Akten und deren rasche Meldung bei der Polizei
  • Durch Meldungen im Amtsblatt der Stadtgemeinde und in der Regionalzeitung werden Bürgerinnen und Bürger über die polizeiliche Vorgehensweise und bereits gesetzte Maßnahmen informiert und beraten

Ergebnis

Durch die intensive Zusammenarbeit der SB mit der Bevölkerung soll die Ausweitung von Vandalismus verhindert und eine Sensibilisierung gestartet werden.


Besitz- und Ruhestörung

Erfahrungen aus der Praxis am Beispiel eines Unterstandslosen in einer leerstehenden Gerätehütte in Eisenstadt

Problemstellung

Eine Gruppe von obdachlosen Menschen nutzte unerlaubterweise eine leerstehende Gerätehütte auf einem brachliegenden Grundstück als Quartier. Auch das Nachbargrundstück wurde von den Grundstückseigentümern nicht benutzt.

 
leerstehende Gerätehütte in Eisenstadt

Foto: SK Ernest Bogner / LPD Eisenstadt

Maßnahmen

  • Grundstückseigentümerin trat an eine Sicherheitspartnerin (SP) der Stadt Eisenstadt heran.
  • Sicherheitspartnerin stellte Kontakt zwischen den beiden Grundstückseigentümern und einem Sicherheitsbeauftragten (SB) her.
  • SB nimmt Kontakt zu den obdachlosen Menschen auf. Sie konnten in sozialen Einrichtungen untergebracht werden.

Ergebnis

Die obdachlosen Menschen konnten in sozialen Einrichtungen untergebracht werden. Da die verfallene Gartenhütte nicht mehr gebraucht wurde, einigte man sich auf den Abriss. Damit wurde das Problem gelöst. Der Schlüssel lag in der raschen Vernetzung der einzelnen Beteiligten.

Problemfeld Hauptbahnhof

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel des Grazer Hauptbahnhofes

Problemstellung

Die Fahrgäste, Anrainer sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bahnhofs haben sich bereits des Öfteren über die Verunreinigung des Bahnhofareals sowie über Unterstandslose, die ihre Lager in der Eingangshalle aufgeschlagen haben und dort nächtigen, beschwert. Außerdem kommt es vermehrt zu Alkoholmissbrauch und damit einhergehend zu Ruhestörungen, Pöbeleien und Drogenhandel. Auch sind der Bahnhof und die Bahnhofsumgebung ein beliebter Ort für Bandentreffen.

Maßnahmen

  • Kooperation der Sicherheitsbeauftragten mit dem Securitypersonal der ÖBB
  • Zusammenarbeit der Sicherheitsbeauftragten mit der Arbeitsgruppe „Sicherer Bahnhof“
  • Verstärkte Kontroll- und Streifentätigkeit der Exekutive am Bahnhofsareal
  • Schulung von Bahnbediensteten durch eine externe Sicherheitsfirma in Kooperation mit der Polizei Graz
  • Beseitigung der Verunreinigungen durch die Mithilfe von Asylwerbern; organisiert durch die intensive Zusammenarbeit mit der „Stadt Graz“

Ergebnis

Durch die gesetzten Maßnahmen konnte das subjektive Sicherheitsgefühl der Bahnhofsbesucher und Anrainer des Bahnhofs gesteigert werden. Zusätzlich konnte der Drogen- und Alkoholkonsum im Eingangsbereich weitestgehend unterbunden und die Unterstandslosen aus dem Eingangsbereich an soziale Einrichtungen vermittelt werden. Der Kontakt und der ständige Austausch mit den Verantwortlichen werden nach wie vor aufrecht gehalten.

Rasche Warnung vor Taschendieben

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel Kooperation mit den Verkehrsbetrieben

Problemstellung

In der Grazer Innenstadt treten - vorrangig in Bussen und Straßenbahnen - immer wieder akut Taschendiebstahlsbanden auf. Die Polizei reagiert darauf unter anderem durch verstärkte Streifentätigkeit in den Fahrzeugen, was einerseits zeitverzögert erfolgt und andererseits, bedingt durch die plötzliche sichtbare Präsenz, mitunter ein Unwohlgefühl unter den Fahrgästen auslöst.

Maßnahmen

Ab Herbst 2016 nutzt die Polizei die sogenannten Infoscreens in den Bussen und Straßenbahnen der Grazer Verkehrsbetriebe sowie am Jakominiplatz, der den Hauptumsteigeplatz von Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel und damit den am stärksten frequentierten Ort in Graz darstellt. Mittels vorgefertigter Beiträge, welche die Betreiber auf Veranlassung der Polizei in das Programm einspielen, werden die Fahrgäste rasch über das vermehrte Auftreten von Taschendieben informiert. Die Diktion wird bewusst sachlich und neutral gehalten, um keine unbegründeten Ängste zu schüren. Parallel dazu werden in den Fahrzeugen Plakate angebracht, auf denen Verhaltenstipps für den Fall einer erfolgten Warnung bzw. eines Diebstahles, sowohl in deutscher als auch englischer Sprache, ersichtlich sind.

Ergebnis

Durch die Einschaltungen können die Fahrgäste der Busse und Straßenbahnen zeitnah vor dem verstärkten Auftreten von Taschendieben gewarnt werden. Gleichzeitig wirkt diese Präventionsmaßnahme auch abschreckend in Richtung der potenziellen Täter.


„Gemeinsam Sicher“ in einer Wohnsiedlung

Erfahrungen aus der Praxis am Beispiel der Siedlung am Prof.-Franz-Spath-Ring

Problemstellung

Die Bewohner einer Siedlung am Professor-Franz-Spath-Ring in Graz-St. Peter fühlten sich nicht mehr sicher. Die Formierung einer Bürgerwehr stand im Raum.

Gründe dafür waren:

  • ein Einbruchversuch,
  • mehrere Fahrraddiebstähle,
  • verunreinigte Straßenpassagen,
  • Beschwerden wegen sexueller Belästigung,
  • Pöbeleien von Jugendlichen bei Straßenbahnhaltestellen,
  • Bettlergruppen.

Maßnahmen

Die Probleme wurden in drei Workshops aufgearbeitet. Teilgenommen haben die Bewohner der Siedlung, die Sicherheitsbeauftragten, der stellvertretende Bezirksvorsteher, der Sicherheitspartner der Siedlung, Vertreter der Mediationsstelle für Nachbarschaftskonflikte des Friedensbüros Graz.

  • Workshop 1: Bewohner äußern ihre Bedenken und Sorgen. Probleme werden konkretisiert und lokalisiert.
  • Workshop 2: Bewohner äußern ihre Wünsche und Erwartungen. Mögliche Maßnahmen werden abgeleitet. Problemfelder werden zusammengefasst.
  • Workshop 3: Die Anrainer entscheiden selbstständig, welche Maßnahmen zur Bekämpfung der Problemfelder sinnvoll sind.

Ergebnis

Alle beteiligten Personen wurden an einen Tisch gebracht. Durch die Vernetzung wurde die Kommunikation verbessert. Auch langfristig wird dieses aufgebaute, gegenseitige Vertrauen aufrecht erhalten bleiben. Durch diesen Vorgang konnte das subjektive Sicherheitsgefühl der Bewohner erhöht werden.


Vom „Angstpark“ zum Platz für alle

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel des Grazer Volksgartens

Problemstellung

Der Grazer Volksgarten, eine öffentliche Parkanlage im Stadtbezirk Lenz, wurde in der Vergangenheit von Menschen gemieden, weil Jugendliche mit Drogen gehandelt und Konflikte offen ausgetragen hatten. Der Volksgarten wurde zum Politikum und trat medial nur mehr negativ in Erscheinung. Das Ansehen des Parks verschlechterte sich immer mehr – und damit das subjektive Sicherheitsgefühl.

 
Grazer Volksgarten

Foto: Jürgen Markowecz / LPD Steiermark

Maßnahmen

Die Polizei lud Anrainer zu einem Gespräch ein sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Graz, der Bezirksverwaltung, von Nichtregierungsorganisationen und der neben dem Park sich befindlichen „Evangelischen Kreuzkirche“. Die Beteiligten kamen zusammen, um gemeinsam als Sicherheitspartner der Polizei an Lösungen zu arbeiten. Es wurden Initiativen für Jugendliche ins Leben gerufen, unter anderem das Projekt „Volksgartendrehscheibe“, bei dem Asylwerberinnen und Asylwerber sowie Neuankömmlinge betreut werden, beispielsweise mit dem Angebot von kostenfreien Deutschkursen. Es wurde eine Ruhezone im Park geschaffen und regelmäßige Sprechstunden eines Polizisten gemeinsam mit Bezirksvertretern eingerichtet. Unterschiedliche Veranstaltungen trugen zur Belebung des Parks bei.

Ergebnis

Das Image des Grazer Volksgartens hat sich ins Positive gewandelt, wodurch sich das Sicherheitsgefühl gesteigert hat. Aus der Initiative entstanden weitere Maßnahmen, z. B. die Sprach- und Lebensschule „Weichenstellwerk“ und die Etablierung des Sicherheitsinformationszentrums am nahe gelegenen Lendplatz.

Tulln

Sicherheitsforum Strombad Kritzendorf

Problemstellung

Zwischen der Waldzeile und der Klubstraße im Strombad Kritzendorf kam es durch freilaufende Hunde und Missachtung des Fahr-, Park- und Halteverbots zu gefährlichen Situationen mit Radfahrern.

Maßnahmen

Bei einem Sicherheitsforum wurde die Problematik von Bürgern an den Sicherheitsbeauftragten herangetragen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Problemen, wenn Radfahrer zu schnell in die Klubstraße einbogen. Um dies zu verhindern, wurde eine geeignete Lösung gesucht.

Ergebnisse

Zur Geschwindigkeitsbegrenzung wurden auf dem schmalen Verbindungsstück zwischen Waldzeile und Klubstraße im Strombad Kritzendorf übergroße Natursteine (sogenannte „Wurfsteine“) platziert. Mit dieser Maßnahme soll mehr Sicherheit entstehen, vor allem für Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Weiters wurden Bodenmarkierungen „20 km/h“ aufgebracht bzw. erneuert. Außerdem wurden Hundeverbotsschilder erneuert und zusätzliche Schilder angebracht. Auf dem Treppelweg wurden Hinweisschilder „Achtung Kinder“ und am südlichen Ende des Strombades wurden Hinweisschilder „Radweg zum Donau-Rad-Wanderweg“ aufgestellt, um das Durchfahren des Strombades durch Radfahrer zu vermeiden.


Mödling

Betreuungseinrichtungen für Asylwerber

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel eines Flüchtlingsbetreuungszentrums im Bezirk Mödling

Problemstellung

Im Flüchtlingsbetreuungszentrum „Haus St. Gabriel“ im Bezirk Mödling mangelt es oft an ausreichend Betreuungspersonal, vor allem in den Nachtschichten. Besuche und anschließende Übernachtungsanfragen von nicht im Betreuungszentrum ansässigen Asylanten werden zunehmend als Problem angesehen. Dadurch konnte ein vermehrtes Unsicherheitsgefühl bei den Mitarbeitern des Betreuungszentrums wahrgenommen werden.

Maßnahmen

  • Regelmäßige Kommunikation und Vernetzung der Verantwortlichen der Betreuungseinrichtung mit den Sicherheitsbeauftragten und den Inspektionskommandanten der Polizei
  • Besprechungen am Bezirkskommando in Mödling unter Einbeziehung aller Beteiligten
  • Vermehrte Kontroll- und Streifentätigkeit im unmittelbaren Umfeld der Betreuungseinrichtung
  • Intensive Zusammenarbeit der Polizei, insbesondere der Sicherheitsbeauftragten, mit den Betreuern und den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft
  • Rechtsinformationsveranstaltung im Flüchtlingsheim durch den Sicherheitskoordinator (inklusive Anwesenheit von Dolmetschern)
    • Inhalt: Vermittlung österreichischer Rechtsvorschriften, die das friedliche Zusammenleben sichern; Belehrung über mögliche Konsequenzen bei Nichtbeachtung

Ergebnis

Durch die vermehrte Kontroll- und Streifentätigkeit der Polizei konnte eine rasche Beruhigung der Situation und die Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Mitarbeiter erzielt werden. Zusätzlich konnte die Kommunikation verbessert und so eine positive Einwirkung der Betreuer auf die Asylwerber erzielt werden.


Fahrräder für Asylwerber

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel des Bezirks Mödlings

Problemstellung

Hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger gaben Fahrräder an Asylwerberinnen und Asylwerber weiter. Es kam zu Missverständnissen über die Eigentumsverhältnisse der Fahrräder. Vermehrt traten auch Verkehrsverstöße auf.

Maßnahmen

  • Sicherheitsbeauftragter kontaktiert Asylheime.
  • Fahrradkennzeichnung:
    • Alle Fahrräder, die an Asylwerber durch Spenden weitergegeben wurden, werden durch Aufkleber markiert und erfasst.
    • Aufkleber werden vom Flüchtlingskoordinator der Stadt Mödling entworfen und produziert.
  • Fahrradkurse, Verkehrserziehungsstunden und Überprüfung der Verkehrstauglichkeit des Fahrrades wurden durch die kostenlose Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC ermöglicht.
  • Aushändigung der Fahrräder nur nach erfolgreicher Absolvierung des Fahrradkurses beim ÖAMTC.

Ergebnis

Durch die Kennzeichnung konnte einfach festgestellt werden, ob das Fahrrad rechtmäßig im Besitz der jeweiligen Person war. Es konnte ein Rückgang der Fahrraddiebstahlsanzeigen verzeichnet werden, die Beschwerden von ortsansässigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern haben abgenommen.

Erhöhung der Verkehrssicherheit

Best Practice am Beispiel der verbesserten Sicht in Kreuzungen im Bezirk Schärding

Problemstellung

An einer unübersichtlichen Kreuzung im Probebezirk Schärding wurde ein gefährliches Verkehrssicherheitsproblem gemeldet. Dabei handelte es sich zum einen um eine Sichtbehinderung an einer Kreuzung wegen eines zu niedrig angebrachten Verkehrsspiegels, zum anderen um eine weitere Sichtbehinderung durch Sträucher.

Maßnahmen

  • Problemsichtung durch den Sicherheitspartner
  • Kontaktaufnahme des Sicherheitspartners zum Sicherheitsbeauftragten
  • Zuständigkeit für das Problem betraf im konkreten Fall die Gemeinde – daher Kontaktaufnahme des Sicherheitsbeauftragten mit der Gemeindevertretung.
  • Aktive Mithilfe des Sicherheitsbeauftragten an der Entfernung der Sichtbehinderung.
  • Sensibilisierung der Sicherheitspartner auf „freie Sicht auf Verkehrszeichen“ – Sicherheitspartner sollen ganz bewusst darauf achten und Probleme in Angriff nehmen.

Ergebnis

Das Community Policing Projekt „Gemeinsam Sicher in Österreich“ ermöglicht eine barrierefreie, rasche Kommunikation zwischen den zuständigen Personen, im konkreten Fall der Gemeinde, und der Polizei, wodurch Probleme sehr schnell behoben und Problemlösungsprozesse in einem sehr kurzen Zeitrahmen durchgeführt werden können. Durch diese Maßnahme konnte eine wesentliche Verbesserung der Sicht bei der Kreuzung erreicht und somit die Verkehrssicherheit erhöht werden.


Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen

Erfahrung aus der Praxis am Beispiel der verbesserten Sicht in Kreuzungen im Bezirk Schärding

Problemstellung

Gerade in den Sommermonaten kommt es in Schärding zu Sichtbehinderungen durch Maisfelder. Speziell an Kreuzungen entstehen dadurch gefährliche Situationen, zum Beispiel an den Güterwegen „Pramau“ und „Schusteredt“.

 
Sichtbehinderungen durch Maisfeld

Foto: Gerhard Gierlinger / PI Münzkirchen

Maßnahmen

  • Sicherheitsbeauftragter meldet Gefahrenstelle an Bürgermeister.
  • Bürgermeister kontaktiert Landwirt.
  • Abklärung mit der AMA (Agrarmarkt Austria)

Ergebnis

Landwirt mähte das Maisfeld ab, so dass die Kreuzung wieder einsehbar ist. Durch das rasche und unbürokratische Handeln konnte die Verkehrssicherheit schnell wieder hergestellt werden. Es wurde außerdem mit der AMA geklärt, dass das Abmähen der Maisstauden keine Nachteile für den Landwirt zur Folge hat (z.B. „Berichtigung“ der Förderflächen), solange der Mais verfüttert wird.

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